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Sendai Wetter


緊急地震速報 per Handy

Japanische Handys und Services beeindrucken mich schon seit langem. Viele die mich kennen, wissen das. Aber die Erfahrung die ich heute gemacht hab, toppt bisher alles!

Exakt um 17:08 Uhr JST heult eine Sirene in meinem Sharp SH-06A, die Status-LED rot blinkend. Auf dem Bildschirm erscheint folgende Meldung:

緊急地震速報
福島沖で地震発生。強い揺れに備えて下さい(気象庁)

Übersetzt also so viel wie:

Erdbebennotfallmeldung
Vor der Küste Fukushimas gibt es ein Erdbeben. Bereiten sie sich auf starke Erdstöße vor. (Amt für Meteorologie)

Keine 2 Sekunden später sollten sich die Behauptungen meines Handys bewahrheiten. Eine Erdbeben der Stärke 5 lässt meine Wohnung und mich erzittern.

Ich habe im laufe der Jahre schon viele kleine und mittlere Erdbeben in Japan miterlebt. Das heute war dann aber schon eine Nummer größer. Zumal man dazu sagen muss, dass Sendai schon gestern Abend von einem mittelmäßig starken Beben durchgerüttelt wurde.

In letzter Zeit kommt mir immer häufiger der Gedanke, dass unser Planet sich gegen uns wehrt. Erdbeben in Haiti, in Chile (welches die Erdachse verschiebt), in Taiwan, in der Türkei und jetzt gleich zwei Stück hier in Japan. Abgebrochene Eisberge in Polarregionen, Unwetter und Tsunami-Warnungen. Ist es ein Zufall, dass all das innerhalb kürzester Zeit stattfindet..?

Um zum Eingangsthema zurückzukommen: Die Tatsache, dass man hier sogar von seinem Handy aufgefordert wird sich festzuhalten (anders kann man das nicht nennen, denn 2 Sekunden sind nun mal leider kein Zeitfenster, welches groß genug wäre um irgendwelche letzten Vorbereitungen zu treffen…), zeigt mir, dass die Japaner wirklich dabei sind alle (technischen) Möglichkeiten auszuschöpfen, die ihnen zur Verfügung stehen. Auch die Tatsache, dass innerhalb von wenigen Minuten bereits Sondersendungen im TV liefen, bestätigt diesen Eindruck.
Man versucht den Menschen zu helfen wo man kann, sowie ein Gefühl der Sicherheit zu erzeugen. Letzteres ist ganz besonders wichtig, weiß man doch nie wann das nächste Beben kommt.

Danke DoCoMo, für diesen super Service!

Social Nervworking

Geht es nur mir so? Seit einiger Zeit habe ich das Gefühl, dass es einfach zu viele “social communities” im Netz gibt. Angefangen hat das ganze bei uns damals doch mit StudiVZ, wenn ich mich recht erinnere? Dann kamen Facebook hinzu, “microblogging”-Dienste wie Twitter (die meiner Meinung nach nun wirklich überflüssig sind), mixi für die Japan-Affinen, MSN Spaces, etc. pp.

Es scheint als koche jeder Anbieter hier sein eigenes Süppchen, und als User erliegt man mehr oder weniger dem Gruppenzwang zu einer oder mehreren jener Communities anzugehören. Und so, obwohl ich offensichtlich kein Fan davon bin, habe ich selbst Accounts bei jedem der oben genannten sozialen Netzwerke. Warum? Ehrlich gesagt, weiß ich es nicht so genau. Der einzige plausible Grund scheint mir die Tatsache zu sein, dass mittlerweile viele Menschen in meinem Umfeld, Freundeskreis nicht mehr auf herkömmliche Kommunikationskanäle wie eMail, Handy und Chat setzen, sondern sich lieber in den öffentlichen Raum der sozialen Netzwerke begeben um Nachrichten auszutauschen.

Ehrlich gesagt, mich nervt’s. Und zwar aus mehreren Gründen. Zum einen geht ein großes Stück Privatsphäre verloren. Ich bin nun wirklich keiner dem Datenschutz über alles geht, ganz im Gegenteil. Aber wenn jeder “Friend” mein Profil mit jedem beliebigen – womöglich selbst hochgeladenen – Content verlinken kann, finde ich, dass das zu weit geht. Ausserdem, was geht es dritte an, worüber Person X, Y und Z mit mir reden? Eine private Nachrichtenfunktion? Ja, die gibt es. Allerdings habe ich meine Korrespondenz dann doch lieber in meinem eigenen eMail Postfach, dass ich beliebig verwalten und sortieren kann.
Zum anderen: Die ziemlich erbärmliche Selbstdarstellung vieler, die gerne gehört werden wollen obwohl sie im wahren Leben eigentlich nichts interessantes zu sagen haben. Möglicherweise ist dieser Nervfaktor der ausschlaggebende Grund gewesen, weshalb ich angefangen habe über Sinn und Unsinn solcher Communities nachzudenken. Ich lade jeden ein, sich einmal ganz selbstkritisch zu betrachten und sich zu fragen, ob man damit nicht gemeint sein könnte.
Desweiteren finde ich die Vielzahl solcher Netzwerke ein wenig problematisch. Einen eigenen Blog im Netz zu administrieren ist meiner Meinung nach einfacher, persönlicher und weniger zeitintensiv als all seine Profile bei Facebook, StudiVZ, twitter, mixi, MSN usw. usf. auf dem aktuellen Stand zu halten. Ich frage mich, woher sich so viele Leute diese Zeit nehmen…

So, jetzt wird natürlich der ein oder andere daherkommen und sagen “Na, dann lösch doch deinen Account und gut is!”. Ja, darüber habe ich mir ernsthaft Gedanken gemacht. Der Grund weshalb ich diesen Schritt bisher nicht gewagt habe, ist wohl einfach der, dass auch ich diesem Zwang der Gruppe unterliege. Ausserdem sind mir auch die Vorteile – und ich denke jetzt da hauptsächlich an Facebook – bewusst. Beispielsweise können Veranstaltungen, Partys, etc. einfacher organisiert werden, ohne dass man Einladungen und Rückmeldungen einzeln per eMail verschicken bzw. einsammeln muss. Da sehe ich klar einen Vorteil. Und als Student kennt und liebt man dieses Feature sowieso. Daneben ist es auch Fakt, dass man durch Statusmeldungen anderer oftmals an nützliche Infos kommen kann. Dies hat wie bereits erwähnt eben leider nur den faden Beigeschmack, dass überproportional viel Informationsmüll rausgehauen wird.

Tja, was ist also mein Fazit? Accounts löschen? Mehr Freizeit in die Produktion von Informationsmüll stecken?
Eher nicht. Soweit es möglich war, habe ich diesen Blog jetzt eben über diverse Plugins mit Facebook, twitter, mixi und MSN vernetzt, sodass die Administration jeder einzelnen Profilseite nun nicht mehr in zu großem Maße erforderlich ist.
Immerhin etwas.

Leise rieselt der Schnee…

Hier in Sendai hat es gestern die ganze Nacht durchgeschneit, bis einschließlich heute Nachmittag! Als ich mich heute morgen in Richtung Uni aufgemacht hab, war der Schnee stellenweise bereits knietief… Um so unglaublicher, dass die Stadt Sendai keinerlei Straßenräumdienst zu haben scheint! Ich konnte meinen Augen nicht trauen als ich gesehen hab, dass Autos  teilweise durch 20cm hohen Schnee fahren mussten. Sowas wäre in Deutschland nun wirklich undenkbar.

Zur Uni zu laufen war auch regelrecht eine Tortur. Besonders wenn man wie ich Sneakers als einziges Schuhwerk besitzt…

So viel Schnee habe ich schon ewig nicht mehr gesehen.

地球上で時間が変わった。

今日「SPIEGEL ONLINE」と言うドイツのオンライン雑誌のモバイル版でとても面白い情報が出てきた。

この記事(パソコン版はこちら)によると、最近チリにあった大きい地震が地軸を8cmぐらいずらした。あの原因で、地球の速さが高くなって、一日は126万分の1秒短くなってしまった。

凄くない?
時間がなくなってしまった気がする!f^_^;

きれいにしテル

さっき¥100ショップで買ったやつだけど、凄く効いたよ!
ケイタイの画面がまた新品同様だ。(^_-)b

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